Reisemedizin

Gesundheit unterwegs, wie man sich auf Reisen am besten ernährt, welche Verhaltensregeln im Urlaub eingehen werden sollten und was sonst noch beachten werden sollte, auf diese Fragen möchten wir auf dieser Seite einige Antworten geben.

Urlaub - Reisen in ferne Länder, wer denkt da nicht zuerst an die angenehm- en und schönen Seiten. Erholung steht im Vordergrund, Neues und Unbekanntes kennen lernen.

Der internationale Reiseverkehr hat in den letzten Jahren, ob beruflich oder als Urlaubsreise, sehr zugenommen. Die Menschen reisen nicht nur häufiger und weiter, sondern auch schneller. Sie dringen in früher kaum zugängliche Re- gionen der Welt vor, in denen Gesund- heitsrisiken bestehen können, auf die der unerfahrene reisende ungenügend vor- bereitet ist.

Gerade bei Reisen in die Tropen und Subtropen können viele Erkrankungen oder Befindlichkeitsstörungen auftreten, die man durch Vorbeugen vermeiden kann.

Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten verbeugenden Gesund- heitsmaßnahmen. Sie schützen vor Infektionskrankheiten, die teilweise schwerwiegende Folgen haben können und gegen die es bis heute oft keine wirksame Behandlung gibt.

Auch berufliche Reisen können große gesundheitliche Risiken mit sich bringen und nicht vorhersehbare gesundheitsbe- drohende Folgen haben. Jeder Arbeit- nehmer muss deshalb bei Fernreisen, die er im Auftrag seines Unternehmens durchführt, reisemedizinisch betreut und beraten werdene. Das trifft insbesondere vor längeren Aufenthalten in subtropisch- en oder tropischen Länder zu. Reisemedizin ist ein untrennbarer Be- standteil der arbeitsmedizinischen Versorgung und bedarf besonderer Auf- merksamkeit. Von den Berufsgenossen- schaften wurde deshalb der Grundsatz 35 (G35) erlassen und Standards festge- legt, um Reisende vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. Wir helfen Ihnen, dass dieser Grundsatz G 35 in Ihrem Unternehmen eingehalten wird.

Gesundheit unterwegs, wie man sich auf Reisen am besten ernährt, welche Ver- haltensregeln im Urlaub eingehen werden sollten und was sonst noch be- achten werden sollte, auf diese Fragen möchten wir auf dieser Seite einige Antworten geben.

Tipps und Hinweise zur Reise- und Tropenmedizin.



Chikungunya

Exotische Virus-Infektion bei deutschen Touristen

"Chikungunya" - das ist der Name eines bisher wenig bekannten Virus, das sich auf den vor der afrikanischen Ostküste gelegenen Inseln im Indischen Ozean seit Monaten stark ausbreitet. Es verur- sacht eine "sehr lästige, aber nicht lebensbedrohliche" Erkrankung, sagt Professor Thomas Löscher, Leiter des Münchner Tropeninstituts. Jetzt könnten auch Ärzte in Deutschland damit kon- frontiert werden, denn das exotische Virus wurde in dieser Woche bei Reise- rückkehrern in München und Hamburg nachgewiesen.

Eine 63jährige Münchnerin hatte sich auf Mauritius mit dem Chikungunya-Virus infiziert. Auch das Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg berichtet von mehreren Infektionen bei Reiserückkehrern.


Touristen sollte man guten Mücken- schutz empfehlen

Reisemedizinisch tätige Ärzte werden sicher häufig auf d. Virus angesprochen werden. Urlaubern in Risikogebiete können sie dann nur raten, sich rund um die Uhr vor Mücken zu schützen. Denn das Chikungunya-Virus wird von tag- und nachtaktiven Aedes-Mücken über- tragen. Ein Impfstoff ist noch nicht ver- fügbar.
Das Wort "Chikungunya" ist Kisuaheli und bedeutet "gekrümmt laufen". Tatsächlich bekommen Infizierte nach einer Inkubationszeit von fünf bis zehn Tagen plötzlich starke Muskel- und Gelenkschmerzen, die ein charakteris- tisches Gangbild bedingen. Außerdem tritt hohes Fieber auf. Das Krankheitsbild ähnelt somit dem Dengue-Fieber, wobei schwere Verläufe mit Meningitis und Hämorrhagien bei Chikungunya-Infizier- ten viel seltener sind.


Die Patienten können nur symptoma- tisch behandelt werden. Die Krankheit heilt meist spontan aus, oft leiden die Patienten aber noch nach Monaten unter Abgeschlagenheit. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. Ob die Infektion eine Immunität hinterläßt, ist unklar. Das Robert-Koch-Institut bittet um Meldung, wenn Ärzte bei Reiserück- kehrern die beschriebenen Symptome beobachten.

Am schlimmsten betroffen ist die zu Frankreich gehörende Insel La Reunion. Dort sprechen Tropenmediziner von epidemischen Ausmaßen. Seit Beginn der Regenzeit im Dezember hat die Zahl der Infektionen dort exponentiell zuge- nommen. Mittlerweile war bereits jeder fünfte der 775 000 Inselbewohner mit dem Virus infiziert. Allein im Januar starben über 70 Menschen an Komplika- tionen, hauptsächlich Alte und Kinder. In der Bevölkerung wachse die Angst vor einer weiteren Ausbreitung und einer möglichen Mutation des Virus', beschrei- ben Tropenmediziner vor Ort die Situa- tion. Inzwischen sind 2400 französische Soldaten im Einsatz. Sie sollen mit Pestiziden die Brutstätten der Moskitos austrocknen. Die Moskitobekämpfung war auf La Reunion nach Ausrottung der Malaria stark eingeschränkt worden.

Auch aus Mauritius wurden über 200 mit Chikungunya-Infizierte gemeldet. Außerdem betroffen sind Madagaskar, die Komoren und die Seychellen. In Frankreich wurden bei über 30 Reise- rückkehrern aus La Reunion Infektionen nachgewiesen. Es bestehe aber keine Gefahr, dass sich das Virus auch in Europa ausbreitet, so die französische Zeitung "Le Monde". "Wir gehen davon aus, dass die Epidemie auf La Reunion in den kommenden Wochen abklingt", sagt Francois Bricaire, Infektiologe aus Paris.


Mückenschutz

Wie man sich richtig vor Mücken schützt, ist ein wichtiges Thema für die reisemedizinische Beratung. Dazu kann man einige Tipps weitergeben.

  • Am besten wirken Mückenschutzmittel mit den Wirkstoffen DEET
    oder Bayrepel®. Ist es warm und feucht, muss man sich öfter mit den Mückenmittel einschmieren, etwa alle zwei bis drei Stunden. Es genügt aber, das Mittel dünn aufzutragen.
  • Sonnencreme gehört immer unter das Repellent.
  • Es ist sinnvoll, zusätzlich die Kleidung mit einem Permethrin-Spray zu imprägnieren.
  • Aedes-Mücken, die das Chikungunya-Virus übertragen, stechen tags und nachts. Man muss sich also zu jeder Zeit vor ihnen schützen. Es kann sinnvoll sein, unter einem Moskitonetz zu schlafen.
  • Duftende Deos und Parfums sollte man weglassen, sie ziehen Stechmücken an
  • Auch alter Schweiß zieht die Mücken an - man sollte also auf Sauberkeit achten.
Quelle: Ärzte Zeitung, Nr. 38
vom 1. März 2006

 


Tarnkappe schützt vor Mücken- und Zeckenstichen

Der milde Winter in diesem Jahr hat die Ausbereitung von Mücken und Zecken begünstigt. Experten warnen einer Zeckenpflege und einem drohenden Anstieg von durch Zecken übertragenen Erkrankungen. Die konsequente Anwendung eines innovativen Repellens macht den Menschen für Mücken und Zecken passager „unsichtbar" und schützt so vor Stichen.

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 Tarnkappe schützt vor Mücken- und Zeckenstichen

 


Reisediarrhoe - medizinische Hefe schützt vor Montezumas Rache

Wenn die Reisewelle ins Rollen kommt, wird vielfach ärztlicher Rat eingeholt. Reisediarrhoe ist die häufigste Gesundheitsstörung unterwegs. Je weiter die Reise in den Süden geht und je abenteuerlicher sie gestaltet wird, umso höher ist das Risiko. Ursache sind meist toxinbildende enterotoxische Escherichia coli. Gut untersucht und in der Praxis bewährt ist die prophylaktische Gabe lyophilisierter Kulturen der medizinischen Hefe Saccharomyces boulardii.

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 Reisediarrhoe - medizinische Hefe schützt vor Montezumas Rache

 


Giftiger Biss an der Mittelmeerküste: Was passiert jetzt?

Beim Urlaub an der Mittelmeerküste kommt es oftmals auch zum Kontakt mit nicht ungefährlichen Tieren. Welche medizinischen Risiken können drohen, wenn etwa bestimmte Schlangen, Skorpione oder Raupen den Weg kreuzen - und welche medizinischen Maßnahmen helfen im Ernstfall?

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 Giftiger Biss an der Mittelmeerküste: Was passiert jetzt?