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Nutzerpfad: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Beschäftigungsverbote und .beschränkungen
Stichworte: Dürfen bei einem Beschäftigungsverbot im Umgang mit Kindern unter 6 Jahren nur in der Klasse oder in der ganzen Schule keine 5-jährigen sein?

Frage:

Ich bin eine schwangere Lehrerin in einer integrativen Grundschule. Die Immunitätsprüfung beim Arzt hat ergeben, dass ich nicht gegen Masern und Mumps immun bin. Somit gilt für mich ein Beschäftigungsverbot für den beruflichen Umgang mit Kindern unter 6 Jahren. Gibt es hierfür eine nähere Definition? Vom Arzt gibt es verschiedene Aussagen:
a) Es reicht, wenn in meiner Klasse keine 5-jährigen sind.
b) In der gesamten Einrichtung dürfen keine 5-jährigen sein, da man ihnen auch außerhalb der Klasse begegnen kann.
Nach den Sommerferien werden in meiner Klasse selbst keine 5jährigen sein, aber in der Parallelklasse, mit der wir eng zusammenarbeiten. Diese 5-jährigen kennen mich z.T. über ihre Geschwister und werden von sich aus auf mich zugehen.


Antwort :

Natürlich besteht für nichtimmune Schwangere in privatem Lebensbereich ein gewisses Infektionsrisiko, das sie selbst trägt. Man begegnet täglich Kindern und Erwachsenen, die eventuell infektiös sein können und es besteht immer eine gewisse Infektionswahrscheinlichkeit.

Nach dem Mutterschutzgesetz darf aber das berufliche Infektionsrisiko nicht höher sein als die eigene private Infektionsgefährdung. Daher ist es unbedingt erforderlich, nach dem Schulbeginn (neue Situation) eine erneute individuelle Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes und der aktuellen Arbeitsbedingungen durchzuführen. Ziel dieser Gefährdungsbeurteilung ist die Abschätzung aller Gefahren und deren Auswirkungen auf die Schwangerschaft und Stillzeit sowie die Bestimmung der Schutzmaßnahmen. Dabei sind insbesondere alle infektionsgefährdenden Tätigkeiten zu beurteilen. Verantwortlich für die Gefährdungsbeurteilung ist der Arbeitgeber, an Schulen in der Regel der Schulleiter.

Die zu ergreifende Schutzmaßnahme hängt nicht nur von dem Alter ( fünf Jahre oder sechs) der Kinder ab, sondern vielmehr von deren Immunitätslage bzw. von der Art, der Häufigkeit und von der Intensität des Kontakts zu den Kindern.

Natürlich ist die Infektionsgefährdung unterschiedlich hoch bei der Betreuung (Pflege) von fünfjährigen bzw. vierzehnjährigen Kindern. Die Durchseuchungsrate und die Durchimpfungsrate ist in diesen Altersgruppen unterschiedlich hoch. Nichtimmune Schwangere mit intensivem beruflichen Kontakt (täglich mehrere Stunden in einem Raum) zu nicht geimpften bzw. zu nichtimmunen (Klein-)Kindern haben eine erhöhte Ansteckungsgefahr.

Die Grundimmunisierung der Kinder gegen Röteln, Masern und Mumps erfolgt mit einer trivalenten Kombi-Impfung: MMR - Impfung. Die Erstimpfung soll zwischen dem 11-14 Lebensmonat und die Zweitimpfung im zweiten Lebensjahr erfolgen. Kinder, die beide Impfungen bekommen haben, sind gegen diese Infektionskrankheiten geschützt und können nicht erkranken bzw. auch diese Krankheitserreger nicht an die Kontaktpersonen übertragen. Daher empfehlen wir aus medizinischer Sicht eine einmalige Impfpasskontrolle der einzelnen Kinder (die jünger als 6 Jahre sind), mit denen Sie engen und häufigen Kontakt haben. Kinder, die durchgeimpft sind oder bereits die Erkrankungen durchgemacht haben, bedeuten für Sie keine Gefahr. Sie werden natürlich auch in der Schule gelegentlich flüchtigen Kontakt zu anderen fünfjährigen Kindern haben (in der Pausen…), wobei die Infektionswahrscheinlichkeit bei diesen Begegnungen nicht höher ist als die in Ihrem privaten Bereich.



Stand: Dezember 2008


Dialognummer: 6806


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